Mont Saint-Michel Frankreich: Ein kompletter Reise‑ und Besucher‑Guide

Inhaltsverzeichnis

Wichtige Erkenntnisse

  • Mont Saint-Michel liegt in der Normandie, nahe der Grenze zur Bretagne, rund 3,5 Stunden von Paris entfernt.

  • Der Klosterberg mit seiner Abtei ist seit 1979 UNESCO-Weltkulturerbe und zählt jährlich über 3 Millionen Besucher.

  • Das Gebiet ist berühmt für die stärksten Gezeiten Europas – bei Springfluten wird der Berg mehrmals im Jahr zur Insel.

  • Beste Besuchszeiten: früh morgens oder am späten Nachmittag, möglichst außerhalb der Hauptferien und in der Nebensaison.

  • Eine Übernachtung auf dem Mont oder in der Nähe ermöglicht dir das magische Erlebnis der leeren Gassen am Abend.

Tim auf dem Fußweg zum Le Mont-Saint-Michel: Ein großer Holzsteg bringt dich trockenen Fußes zum Berg

Wenn du jemals einen Ort gesehen hast, der aussieht, als wäre er direkt einem Märchenbuch entsprungen, dann ist es le Mont Saint Michel. Dieser spektakuläre Klosterberg erhebt sich wie eine Fata Morgana aus dem Meer und der Bucht – kein Wunder, dass Victor Hugo ihn einst als das „Wunder des Abendlandes” bezeichnete. Zwischen Normandie und Bretagne gelegen, zieht dieser magische Felsen jährlich Millionen Menschen aus aller Welt an.

In diesem Guide erfährst du alles, was du für deine Reise wissen musst: von der faszinierenden Geschichte über praktische Tipps zu Tickets und Parken bis hin zu den besten Zeitpunkten, um die spektakulären Gezeiten zu erleben. Pack schon mal deine bequemen Schuhe ein – es wird ein Abenteuer!

Mont Saint-Michel auf einen Blick

Der Mont Saint-Michel ist weit mehr als nur ein Highlight auf der Frankreich-Karte – er ist ein Stück lebendige Geschichte, das dich vom ersten Blick an in seinen Bann zieht. Hier die wichtigsten Fakten auf einen Blick:

Steckbrief Mont Saint-Michel

Kategorie

Details

Lage

Bucht des Mont-Saint-Michel, Normandie (Département Manche), ca. 65 km nördlich von Rennes, 90 km von Saint-Malo

Höhe des Felsens

Ca. 78 Meter (Granitfelsen)

Höchster Punkt

Turmspitze mit Erzengel-Michael-Statue (1897), gesamt ca. 155 Meter

UNESCO-Status

Weltkulturerbe seit 1979, erweitert 1994 auf die gesamte Bucht

Einwohner

Rund 30-40 Personen, darunter Mönche und Nonnen

Jährliche Besucher

Ca. 3-3,5 Millionen

Bedeutung

Französisches Nationaldenkmal, „Wunder des Abendlandes”

Die charakteristische Silhouette mit der goldenen Erzengel-Statue, die sich gegen den Himmel abhebt, ist eines der bekanntesten Fotomotive der Welt. Bei Ebbe erstreckt sich eine weite Landschaft aus Sand und Watt bis zum Horizont, während bei Flut das Meer den Felsen umschließt und ihn zur echten Gezeiteninsel macht.

Geschichte und Legenden des Mont Saint-Michel

Die Historie des Mont Saint Michel liest sich wie ein spannender Roman voller Visionen, Kriege und architektonischer Meisterleistungen. Über Jahrhunderte hinweg hat dieser Ort Menschen fasziniert und geprägt – vom einfachen Pilgerziel zur unbesiegbaren Festung.

Die Gründungslegende (708 n. Chr.)

Alles begann mit einer Vision: Der Legende nach erschien der Erzengel Michael dem Bischof Aubert von Avranches gleich dreimal im Traum. Der Auftrag? Auf dem damaligen Mont Tombe eine Kirche zu errichten. Aubert zweifelte zunächst, doch beim dritten Mal soll der Erzengel seinen Finger in Auberts Schädel gedrückt haben – eine etwas drastische Überzeugungsmethode, aber offenbar wirksam. Das Relikt mit der Vertiefung wurde tatsächlich aufbewahrt und in der Neuzeit untersucht.

Chronologie der Entwicklung

  • 10. Jahrhundert: Bau der Kapelle Notre-Dame-sous-Terre, erster größerer Sakralbau auf dem Felsen

  • 966 n. Chr.: Herzog Richard I. der Normandie gründet die Benediktinerabtei

  • 1020-1080: Errichtung der romanischen Abteikirche unter Abt William von Volpiano

  • 1203-1228: Bau von La Merveille, dem gotischen Meisterwerk an der Nordseite

  • 1421: Einsturz des romanischen Chors während des Hundertjährigen Krieges

  • 1446-1523: Wiederaufbau im flamboyant-gotischen Stil

Festung und Gefängnis

Während des Hundertjährigen Krieges (1337-1453) bewies der Klosterberg seine Stärke als Festung. Die englische Belagerung von 1423 bis 1434 scheiterte kläglich – die extremen Gezeiten und die massiven Befestigungen mit sieben Verteidigungstürmen machten den Ort praktisch uneinnehmbar. Der Mont wurde zum Symbol des französischen Widerstands.

Nach der Französischen Revolution folgte ein dunkles Kapitel: Von 1793 bis 1863 diente die Abtei als Gefängnis für bis zu 500 politische Gefangene. Erst unter Napoleon III. wurde sie geschlossen, und der Architekt Édouard Corroyer begann ab 1872 mit der Restaurierung. 1874 erhielt der Mont den Status eines historischen Denkmals – der Grundstein für den Kulturerbe-Schutz war gelegt.

Der Klosterberg und die Abtei: Was du unbedingt sehen solltest

Ein Besuch des Mont Saint Michel ist wie eine Zeitreise durch verschiedene Epochen der Baukunst. Hier sind die Highlights, die du auf keinen Fall verpassen solltest:

Das Dorf und die Grande Rue

Der Aufstieg beginnt im mittelalterlichen Dorf mit seinen engen Gassen und Kopfsteinpflaster. Die Grande Rue ist die Hauptschlagader – gesäumt von Fachwerkhäusern, Restaurants und Souvenirshops. Tagsüber kann es hier richtig voll werden, aber die Atmosphäre ist unvergleichlich. Tipp: Weiche auf die kleineren Seitengassen aus, um dem Trubel zu entkommen. Achtung auch bei wenig Regen: Das Kopfsteinpflaster wird sehr schnell sehr rutschig!

Die Abtei Mont Saint Michel

Das Herzstück thront ganz oben auf dem Gipfel des Felsens. Der Zugang erfolgt über zahlreiche Treppenstufen – gutes Schuhwerk ist Pflicht! Die architektonischen Highlights:

  • Der Kreuzgang: Ein Meisterwerk gotischer Architektur mit schlanken Säulen und Panoramablick

  • Das Refektorium: Der ehemalige Speisesaal der Mönche mit beeindruckender Akustik

  • Die Krypta: Direkt in den Granit gehauene Räume, die das enorme Gewicht der Kirche tragen

  • Die Wehrgänge: Zeugnis der militärischen Vergangenheit

Der gotische Kreuzgang der Abtei Mont Saint Michel zeigt schlanke Steinsäulen, die in den Himmel ragen und einen Blick auf die beeindruckende Architektur der Abtei bieten. Die Atmosphäre ist geprägt von der historischen Schönheit dieses UNESCO-Weltkulturerbes, das majestätisch über der Bucht thront.

La Merveille – Das Wunder

Dieser dreigeschossige gotische Baukomplex aus dem 13. Jahrhundert an der Nordseite der Abtei ist ein echtes Wunder der mittelalterlichen Bauwerke. Von unten nach oben findest du:

  • Keller und Almosenhaus

  • Rittersaal und Skriptorium

  • Refektorium und Kreuzgang

Die Schönheit dieses Baus liegt in seiner Eleganz trotz der schwierigen Bauweise auf dem instabilen Felsen.

Westterrasse und Stadtmauern

Von der Westterrasse der Abtei hast du einen atemberaubenden Blick über die gesamte Bucht und die Küste. An klaren Tagen reicht die Sicht bis Richtung Saint-Malo und Cancale. Ein Spaziergang auf den Remparts (Wehrmauern) bietet weitere spektakuläre Aussichtspunkte auf die Insel Tombelaine und die neue Stelzenbrücke.

Spirituelle Dimension

Übrigens: Der Mont ist kein Museum, sondern ein lebendiger Ort des Glaubens. Seit 1966 leben hier wieder Benediktinermönche, und es finden regelmäßig Gottesdienste statt. Die Möglichkeit, an einer Messe teilzunehmen, verleiht dem Besuch eine besondere Tiefe.

Gezeiten und Naturphänomene: Wenn Mont Saint-Michel zur Insel wird

Die Gezeiten rund um den Mont Saint Michel sind legendär – und einer der Hauptgründe, warum dieser Ort so magisch ist. Hier erlebst du die stärksten Tiden Kontinentaleuropas mit einem Tidenhub von bis zu 14 Metern!

Das Gezeitenphänomen verstehen

Der Gezeitenkoeffizient wird auf einer Skala von 20 bis 120 gemessen. Ab einem Wert von etwa 110 wird der Berg mehrmals im Jahr vollständig vom Meer umschlossen – die berühmte „Grande Marée” (Springflut). In diesen Momenten rast die Flut mit einer Geschwindigkeit heran, die oft mit der eines galoppierenden Pferdes verglichen wird.

Beste Monate für spektakuläre Springfluten:

  • März und April

  • September und Oktober

Das Renaturierungsprojekt

Von 1995 bis 2015 wurde ein aufwendiges 300-Millionen-Euro-Projekt durchgeführt, um den maritimen Charakter der Bucht wiederherzustellen. Der alte Straßendamm wurde abgerissen, eine elegante Stelzenbrücke errichtet und ein Stauwehr am Fluss Couesnon installiert. Das Ergebnis: Der Wasserdurchfluss stieg von 20 auf 120 Kubikmeter pro Sekunde, und 170 Hektar der Bucht wurden zurückgewonnen.

Sicherheitshinweis

Wichtig: Eigenständige Wattwanderungen ohne ortskundigen Führer sind gefährlich! Treibsand, schnell auflaufende Flut und tückische Strömungen im Wattenmeer können zur Falle werden. Geführte Touren sind die sichere Alternative.

Beste Aussichtspunkte für das Gezeitenschauspiel

  • Stadtmauer (Westseite)

  • Westterrasse der Abtei

  • Neue Fußgängerbrücke

  • Pointe du Grouin du Sud

Offizielle Gezeitenkalender findest du bei SHOM oder den lokalen Tourismusbüros. Nach unserer Meinung lohnt es sich, den Besuch mit einer Springflut zu planen – das ist etwas ganz Besonderes!

Beste Reisezeit und ideale Besuchszeiten

Wann ist der beste Zeitpunkt für deinen Besuch? Das hängt davon ab, was du erleben möchtest und wie viel Trubel du verträgst.

Saisonüberblick

Jahreszeit

Besucheraufkommen

Atmosphäre

Sommer (Juli/August)

Sehr hoch

Lebhaft, warm, lange Tage

Frühling (April-Juni)

Mittel bis hoch

Mild, weniger überlaufen

Herbst (September-November)

Mittel

Stimmungsvoll, gute Springfluten

Winter (Dezember-März)

Niedrig

Nebel, klare Tage, mystisch

Unsere Empfehlungen

  • Unter der Woche kommen: Wochenenden sind deutlich voller

  • Schulferien meiden: Französische und deutsche Ferienzeiten bedeuten Massenandrang

  • Nebensaison nutzen: März, April, September und Oktober bieten das beste Verhältnis aus Wetter und Besucherzahlen

Beste Tageszeiten

Der Hauptandrang liegt zwischen 11:00 und 15:00 Uhr. Plane deinen Besuch deshalb:

  • Früh morgens: Vor 10:00 Uhr ankommen

  • Später Nachmittag/Abend: Nach 16:00 oder 17:00 Uhr

Am Abend erlebst du die leeren Gassen, die beleuchtete Abtei und hast die Möglichkeit, in Ruhe im Dorf zu essen – das ist nach unserer Erfahrung die besten Zeit!

Praktische Infos: Tickets, Öffnungszeiten & Eintritt

Hier findest du alle Informationen, die du für die Planung deines Besuchs brauchst:

Zugang zur Insel

  • Der Zugang zum Dorf und zur Klosteranlage ist kostenlos und rund um die Uhr möglich

  • Nur die Abtei selbst ist kostenpflichtig

Eintrittspreise Abtei

  • Erwachsene: 13 €

  • Unter 18 Jahre: Kostenlos

  • EU-Bürger 18-25 Jahre: Kostenlos oder ermäßigt

  • Menschen mit Behinderung: Ermäßigungen verfügbar

  • Kostenloser Eintritt: Jeden 1. Sonntag von November bis März

Tickets kaufen

Unser Tipp: Kaufe deine Tickets vorab online, besonders in der Hochsaison! Speichere sie auf deinem Smartphone – die Mobilverbindung kann auf dem Mont schwanken.

Öffnungszeiten der Abtei

  • Hauptsaison: Ca. 9:00/9:30 bis 19:00 Uhr

  • Nebensaison: Ca. 9:30 bis 18:00 Uhr

  • Letzter Einlass: 1 Stunde vor Schließung

  • Geschlossen: 1. Januar, 1. Mai, 25. Dezember

Wichtiger Hinweis

Bei sehr hohen Springfluten kann der Zugang für kurze Zeit eingeschränkt sein. Prüfe die Sperrzeiten vor deinem Besuch auf den offiziellen Seiten.

Anreise zum Mont Saint-Michel

Es gibt verschiedene Wege, den Klosterberg zu erreichen. Hier sind deine Optionen:

Mit dem Auto

Die Hauptzufahrten führen über:

  • Von Paris: A13 Richtung Caen, dann A84 (ca. 3,5 Stunden)

  • Von Rennes: N175 (ca. 1 Stunde)

  • Von Saint-Malo: D155 (ca. 50 Minuten)

Die Beschilderung ist ausgezeichnet – du kannst den Mont eigentlich nicht verfehlen!

Parken

  • Großparkplätze auf dem Festland, ca. 2,5 km vom Berg entfernt

  • Kostenpflichtig (Tarife vorab online prüfen)

  • Fahrradparkplätze nahe der Autoparkplätze vorhanden

Shuttle Busse

Der kostenlose Pendelbus „Le Passeur” bringt dich vom Parkplatz bis etwa 400 Meter vor das Tor. Hohe Taktfrequenz tagsüber, reduzierte Zeiten spätabends.

Zu Fuß

Der Fußweg über die Stelzenbrücke dauert ca. 30-40 Minuten und ist absolut empfehlenswert! Die wechselnden Perspektiven auf den Mont sind fantastische Fotomotive.

Die Stelzenbrücke führt zum Mont Saint-Michel und bietet einen beeindruckenden Blick auf den Klosterberg, der majestätisch aus der Bucht emporragt. Die Silhouette der Abtei Mont Saint-Michel hebt sich vor dem Horizont ab und ist ein faszinierendes Beispiel für das kulturelle Erbe der Normandie.

Mit dem Zug

  • TGV von Paris-Montparnasse nach Rennes oder Dol-de-Bretagne

  • Saisonale Verbindungen nach Pontorson

  • Von Pontorson Linienbus zum Mont Saint-Michel (ca. 20 Minuten)

Per Fahrrad

Bekannte Radwege führen zum Mont:

  • Véloscénie (Paris – Mont Saint-Michel)

  • Vélomaritime/EuroVelo 4

  • VéloWestNormandy

Orientierung vor Ort: Rundgang durch Dorf und Mauern

Du bist angekommen – und jetzt? Hier ist dein Fahrplan für eine entspannte Navigation durch den Ort:

Der Standardweg

  1. Haupteingang über die Porte du Boulevard mit historischer Zugbrücke

  2. Grande Rue – die Hauptstraße mit Restaurants und Shops

  3. Aufstieg zur Abtei über steile Treppen

  4. Abteibesichtigung

  5. Rückweg über Grande Rue oder alternative Wege

Wichtige Hinweise

  • Viele Stufen: Gutes, rutschfestes Schuhwerk ist Pflicht!

  • Keine Barrierefreiheit bis ganz nach oben

  • Fotopunkte: Mauern auf der Westseite, Plätze unterhalb der Abtei, Blick zurück über die Brücke

Wattwanderungen und Naturerlebnisse in der Bucht

Die Bucht des Mont Saint-Michel ist ein einzigartiger Naturraum – und eine Wattwanderung gehört zu den unvergesslichsten Aktivitäten, die du hier erleben kannst.

Das Wattenmeer entdecken

Der Wattboden und die Salzwiesen („prés salés”) bilden einen faszinierenden Lebensraum:

  • Vielfältige Vogelwelt

  • Weidende Schafe (die berühmten Salzwiesenlämmer!)

  • Wechselnde Sandbänke und Priele

Geführte Wattwanderungen

  • Ziele: Felseninsel Tombelaine, alte Pilgerpfade

  • Dauer: Meist 2-3 Stunden

  • Kondition: Mittlere Fitness erforderlich

  • Anbieter: Nur zertifizierte, ortskundige Führer buchen!

Besucher laufen über das Watt zur Burg, während die beeindruckende Abtei im Hintergrund auf einem Klosterberg thront. Die Schönheit der Landschaft und der Blick auf das Wattenmeer schaffen eine einzigartige Atmosphäre, die die Geschichte und das Welterbe dieser Region widerspiegelt.

Was du mitbringen solltest

  • Barfuß oder Neoprenschuhe

  • Shorts oder schnell trocknende Hose

  • Windjacke

  • Wechselkleidung

  • Wasserdichte Hülle für Handy/Kamera

Sicherheitswarnung

Niemals ohne Führer ins Watt gehen! Die Flut kann stellenweise so schnell kommen wie ein galoppierendes Pferd. Treibsand und Strömungen sind real und gefährlich. Die Natur ist hier wunderschön, aber auch unberechenbar.

Übernachtung auf dem Mont und am Festland

Eine Übernachtung in der Nähe des Mont Saint-Michel lohnt sich absolut – du erlebst den Ort ganz anders, wenn die Tagestouristen weg sind.

Auf der Insel übernachten

Vorteile:

  • Leere Gassen am Abend und früh morgens

  • Sonnenauf- und -untergänge vom Berg erleben

  • Die Flut von den Mauern beobachten

  • Einzigartige, historische Atmosphäre

Nachteile:

  • Begrenzte Auswahl an kleinen Hotels und Herbergen

  • Höhere Preise

  • Trubel tagsüber in der direkten Umgebung

Am Festland übernachten

In La Caserne und Umgebung findest du:

  • Moderne Hotels verschiedener Kategorien

  • Campingplätze und Wohnmobilstellplätze

  • Ferienwohnungen und B&Bs

  • Direkte Shuttle-Anbindung zum Mont

Vorteil: Besseres Preis-Leistungs-Verhältnis und mehr Auswahl

Wir haben dir in unserem Video zum Ausflug außerdem einen Camping Car Park-Stellplatz empfohlen, der etwa eine halbe Stunde entfernt liegt.

Buchungstipps

  • In der Hochsaison frühzeitig reservieren

  • Je nach Budget zwischen Boutique-Hotel, B&B, Ferienwohnung und Camping wählen

  • Für das echte Urlaubs-Erlebnis: Mindestens eine Nacht auf dem Mont selbst buchen

Ausflüge und Aktivitäten rund um Mont Saint-Michel

Der Mont ist das Highlight, aber die Region hat noch viel mehr zu bieten:

Wanderungen an der Küste

  • Sentier des Douaniers (Zöllnerweg): Etappen zwischen Granville und der Bucht

  • Atemberaubende Küstenlandschaft

  • Verschiedene Schwierigkeitsgrade

Panorama- und Fotospots

  • Pointe du Grouin du Sud

  • Bec d’Andaine

  • Pointe de la Roche Torin

  • Jardin des Plantes in Avranches

Sportliche Aktivitäten

  • Marathon de la Baie du Mont-Saint-Michel: Findet seit 1997 statt

  • Laufausflüge entlang der Bucht

  • Radtouren auf den Fernradwegen

Ausflüge in die Umgebung

  • Îles Chausey: Inselarchipel vor der Küste

  • Cancale: Berühmt für Austern

  • Saint-Malo: Die historische Korsarenstadt

  • Perfekt für eine mehrtägige Normandie- oder Bretagne-Reise

Kulinarische Highlights

Probiere unbedingt die regionalen Spezialitäten:

  • Salzwiesenlamm (Agneau de pré-salé)

  • Frische Meeresfrüchte

  • Crêpes und Galettes

  • Cidre aus der Region

Praktische Tipps für einen entspannten Besuch

Hier kommt deine Checkliste für die perfekte Reise zum Schauplatz mittelalterlicher Geschichte:

Zeitplanung

  • Mindestens einen halben Tag einplanen, besser einen ganzen

  • Inklusive Anreise, Abteibesuch, Rundgang und eventueller Wattwanderung

  • Bei Stippvisiten: Früh da sein!

Anreise-Timing

  • Frühzeitig ankommen (vor 10:00 Uhr)

  • Staus an Parkplätzen und Shuttle umgehen

  • Warteschlangen an der Abtei vermeiden

Kleidung und Ausrüstung

  • Bequeme, rutschfeste Schuhe (sehr wichtig!)

  • Witterungsangepasste Kleidung (Wind, Regen, Sonne wechseln schnell)

  • Wasserflasche und Snacks

  • Sonnenschutz im Sommer

Fotografie-Tipps

  • Beste Lichtverhältnisse: Früher Morgen und später Nachmittag

  • Drohnenverbot beachten: Drohnenflüge sind strikt untersagt und werden kontrolliert!

  • Goldene Stunde für die ikonische Silhouette nutzen

Vor der Abreise prüfen

  • Aktuelle Verkehrsinfos und Wetter

  • Eventuelle Baustellen oder Sonderveranstaltungen

  • Gezeitenkalender für besondere Erlebnisse

  • Videos und Infos auf offiziellen Seiten

FAQ – Häufige Fragen zu Mont Saint-Michel

Wie viel Zeit sollte ich für Mont Saint-Michel mindestens einplanen?

Plane mindestens einen halben Tag ein – besser einen ganzen Tag mit Anreise, Rundgang durchs Dorf, Besuch der Abtei und Zeit auf den Stadtmauern. Wenn du eine Wattwanderung machen oder die Umgebung erkunden möchtest, rechne mit einem weiteren halben bis ganzen Tag. Für echte Genießer lohnt sich auch eine Übernachtung, um den Mont am Abend und frühen Morgen ohne Menschenmassen zu erleben. Wir selbst waren ca. 3,5 Stunden auf der Insel und haben in Ruhe alles angeschaut, was wir wollten. Die meiste Zeit geht tatsächlich in der Abtei drauf.

Ist Mont Saint-Michel kinderfreundlich?

Grundsätzlich ja, aber mit Einschränkungen. Die vielen Treppen, das Kopfsteinpflaster und die engen Gassen machen Kinderwagen unpraktisch – eine Tragehilfe ist die bessere Wahl. Plane genügend Pausen ein, nimm Wasser und Snacks mit, und behalte Kinder an den Mauern und im Watt immer im Blick. Für ältere Kinder ist der Mont ein spannendes Abenteuer mit Burgatmosphäre!

Kann ich Mont Saint-Michel mit dem Hund besuchen?

Hunde sind auf den öffentlichen Außenbereichen der Insel in der Regel an der Leine erlaubt, aber nicht in der Abtei selbst. Bei Sommerhitze solltest du an ausreichend Sonnenschutz und Wasser für deinen Vierbeiner denken. Prüfe vorab die aktuellen Regelungen, da sich diese ändern können. Das Kopfsteinpflaster und die vielen Stufen können für manche Hunde anstrengend sein.

Was mache ich bei schlechtem Wetter?

Schlechtes Wetter kann den Besuch sogar noch atmosphärischer machen! Nebel und Wolken betonen die dramatische Lage des Bergs und schaffen mystische Fotomotive. Pack wetterfeste Kleidung und guten Regenschutz ein, plane mehr Zeit in der Abtei ein und nutze die Cafés und Restaurants für gemütliche Pausen. Nur bei Sturm solltest du den Besuch verschieben – die Brücke kann bei extremen Wetterbedingungen gesperrt werden. Und Achtung: Der Boden wird SEHR rutschig, sobald es regnet!

Ist Mont Saint-Michel barrierefrei zugänglich?

Leider nur eingeschränkt. Der Zugang zum Fuß des Berges und einige Bereiche des Dorfs sind möglich, aber die vielen Treppen zur Abtei stellen für Rollstuhlfahrer und Menschen mit starker Gehbehinderung ein erhebliches Hindernis dar. Es gibt vor Ort teilweise Unterstützung und Vergünstigungen beim Eintritt. Informiere dich vorab bei den offiziellen Stellen über den aktuellen Stand der Barrierefreiheit und mögliche Hilfsangebote.


Der Mont Saint-Michel ist einer dieser Orte, die du mindestens einmal im Leben gesehen haben solltest. Ob du dich für Geschichte und Kultur interessierst, spektakuläre Naturphänomene erleben willst oder einfach einen der schönsten Orte der Welt mit eigenen Augen sehen möchtest – dieser magische Klosterberg wird dich nicht enttäuschen. Pack deine Sachen, check die Gezeiten und mach dich auf den Weg zu diesem UNESCO-Welterbe. Die Menschheit hat hier über Jahrhunderte etwas wirklich Einzigartiges geschaffen – und es wartet darauf, von dir entdeckt zu werden!

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