Finnland Weihnachtsdorf: Santa Claus Village in Rovaniemi

Inhaltsverzeichnis

Wichtige Erkenntnisse

  • Das Santa Claus Village liegt direkt am Polarkreis in Rovaniemi und ist das ganze Jahr über geöffnet – der Weihnachtsmann empfängt täglich Besucher

  • Der Eintritt ins Dorf ist kostenlos, einzelne Aktivitäten wie Husky Safaris, Rentierschlittenfahrten und Foto-Pakete kosten extra

  • Die beste Reisezeit für echte Weihnachtsstimmung ist Dezember bis März, wobei Polarlichter von Ende August bis April sichtbar sind

  • Mindestens einen halben, besser einen ganzen Tag solltest du für das Weihnachtsdorf einplanen – mit Aktivitäten drumherum auch zwei Tage

  • Das Dorf eignet sich perfekt für Familien mit Kindern, aber auch Paare und Erwachsene finden hier ihr persönliches Winterwunderland. Camper parken sogar komplett gratis.

Einführung: Was ist das „Weihnachtsdorf Finnland”?

Stell dir vor: verschneite Holzhäuser, überall funkelnde Lichterketten, Weihnachtsmusik in der Luft, und irgendwo im Herzen von Finnisch Lappland wartet der echte Weihnachtsmann auf dich. Klingt nach einem Märchen? Ist es auch – aber eins, das du tatsächlich besuchen kannst. Das Weihnachtsmanndorf in Rovaniemi, offiziell bekannt als Santa Claus Village, ist genau dieser Ort, an dem 365 Tage im Jahr Weihnachten herrscht.

Das Dorf liegt direkt auf dem nördlichen Polarkreis bei 66°33’ Nord und gilt als die offizielle Heimat des Weihnachtsmanns. Die Geschichte reicht bis in die 1950er Jahre zurück, als Eleanor Roosevelt während eines Besuchs in Lappland die Idee für eine Weihnachtsattraktion inspirierte. Was damals als kleine Blockhütte begann, ist heute ein internationaler Hotspot, der jährlich rund eine halbe Million Besucher aus aller Welt anzieht – viele davon aus dem deutschsprachigen Raum.

Das Beste daran? Der Eintritt ins Dorf selbst ist komplett kostenlos. Du kannst also einfach durch die weihnachtlichen Gassen schlendern, die Polarkreislinie überqueren und die Atmosphäre genießen, ohne einen Cent zu zahlen. Erst wenn du Aktivitäten buchst, professionelle Fotos beim Weihnachtsmann machen lässt oder in der Snowman World tobst, greifst du ins Portemonnaie.

Schild, dass der Weihnachtsmann täglich da ist
Der Weihnachtsmann ist täglich für euch da – außerhalb der klassischen Weihnachtssaison allerdings erst ab 11 Uhr

Lage des Weihnachtsdorfs & Anreise nach Rovaniemi

Das Santa Claus Village befindet sich etwa 8 km nördlich von Rovaniemi, der Hauptstadt von Finnisch Lappland. Die Lage ist kein Zufall: Das Dorf wurde genau auf der markierten Polarkreislinie errichtet, was ihm einen besonderen symbolischen Zauber verleiht. Von hier aus ist es nicht mehr weit bis zur arktischen Wildnis – aber gleichzeitig bist du nur einen Katzensprung von der Stadt entfernt.

Polarkreismarkierung auf dem Boden
Man kann den Polarkreis direkt im Village überqueren

Anreise per Flugzeug

Die meisten Besucher aus dem deutschsprachigen Raum fliegen nach Rovaniemi. Die typische Flugzeit beträgt etwa 2,5 bis 3 Stunden, meist mit Umstieg in Helsinki. In der Wintersaison gibt es aber auch saisonale Direktflüge von Städten wie Düsseldorf, München, Berlin, Wien und Zürich – das spart Zeit und macht die Reise deutlich entspannter.

Anreise per Bahn

Für Abenteurer mit mehr Zeit bietet sich der Nachtzug von Helsinki nach Rovaniemi an. Die Fahrt dauert etwa 11 bis 12 Stunden, aber mit Schlafwagen wird die Nachtfahrt zum Erlebnis. Besonders für Familien mit Kindern ist das eine coole Option: einschlafen in der Hauptstadt, aufwachen in Lappland.

Anreise mit Auto und Fähre

Du willst mit dem eigenen Auto in die Winterlandschaft? Dann nimm die Fähre von Travemünde nach Helsinki (z.B. mit Finnlines). Die Überfahrt dauert rund 30 Stunden, aber danach hast du dein eigenes Fahrzeug in Finnland – praktisch für Ausflüge in die Nähe oder längere Aufenthalte.

Reise mit dem Wohnmobil & Camper

Du kannst auch bequem mit deinem eigenen rollenden Zuhause das Santa Claus Village besuchen: Vor Ort steht eine breite Auswahl an kostenfreien Stellplätzen zur Verfügung, von denen aus du in nicht mal fünf Minuten alles erkunden und erreichen kannst. Manche der Plätze verfügen sogar über einen Stromanschluss.

Weihnachtszauber im Santa Claus Village erleben

Wenn du das Weihnachtsdorf betrittst, merkst du sofort: Hier ticken die Uhren anders. Ständig weihnachtliche Beleuchtung, Musik aus den Lautsprechern, Dekoration an jeder Ecke – und ja, auch im Juli stehen hier geschmückte Weihnachtsbäume. Das ist entweder total verrückt oder absolut magisch, je nachdem wie du drauf bist.

Die Hauptzone des Dorfs ist frei begehbar. Du kannst durch die Wege schlendern, die Shops durchstöbern, in Restaurants einkehren und natürlich die berühmte Polarkreislinie suchen – alles ohne Eintritt zu zahlen. Die Weihnachtsstimmung ist besonders intensiv von Ende November bis Anfang Januar, aber auch unter der Mitternachtssonne im Sommer hat der Ort seinen ganz eigenen Reiz.

Das Dorf eignet sich besonders für Familien mit Kindern – die Augen der Kleinen beim Weihnachtsmann zu sehen ist unbezahlbar. Aber auch Paare und Fotografen finden hier jede Menge Inspiration für unvergessliche Momente. Praktisch: Es gibt Informationspunkte und Gästezentren, wo du Karten, Zertifikate und Buchungen für Aktivitäten bekommst.

Es ist übrigens auch möglich, sich das beliebte Zertifikat für die Polarkreis-Überquerung im Hauptshop ausstellen zu lassen! Kostenpunkt: Schmale 5 Euro für eine schöne Erinnerung.

Zertifikat vom Polarkreis
Auch wir haben uns natürlich nicht nehmen lassen, unsere Sammlung an Polarkreis-Zertifikaten zu vergrößern

Hauptsehenswürdigkeiten im finnischen Weihnachtsdorf

Das Santa Claus Village bietet mehr als nur Weihnachtsstimmung. Die Hauptattraktionen verteilen sich über das gesamte Dorf: das legendäre Santa Claus Office, das Hauptpostamt, die Polarkreislinie, Snowman World und diverse Tierbegegnungen. Die meisten Besucher planen ihren Tag rund um das Treffen beim Weihnachtsmann und legen die anderen Highlights drum herum.

Wichtig zu wissen: Manche Attraktionen sind im Sommer und Herbst reduziert oder geschlossen (besonders Snowman World), während im Winter fast alles läuft. In der Hauptsaison empfiehlt es sich, vorab zu prüfen, ob Reservierungen nötig sind – gerade rund um Weihnachten und Neujahr. Auch gibt es in der Nebenzeit keinen Flammlachs. Fotos mit Santa sind aber beispielsweise problemlos möglich.

Ein Bild vom Post Office von Santa
Du kannst auch Postkarten an deine Liebsten im Village verschicken – auch so, dass sie in der Weihnachtszeit ankommen.

Santa Claus Office: Den Weihnachtsmann persönlich treffen

Das Herzstück des ganzen Dorfs ist das Weihnachtsmann Büro. Hier empfängt Santa an 365 Tagen im Jahr Besucher aus aller Welt. Das Treffen selbst ist kostenlos – ein echter Besuch beim Weihnachtsmann ohne Eintritt! Allerdings: Professionelle Foto- und Videoaufnahmen kosten extra, und eigene Kameras sind im Sprechzimmer in der Regel nicht erlaubt.

Typischer Ablauf:

  • Warten in der Schlange (im Dezember oft 30-60 Minuten)

  • Begrüßung durch eine freundliche Elfe

  • Kurzes Gespräch mit Santa (meist auf Englisch, oft auch ein paar Worte Deutsch)

  • Optional: Foto- oder Videopaket kaufen (2023: 15 Euro pro Bild, wir bereuen bis heute, es nicht gemacht zu haben)

Tipp: Komm früh morgens oder am späten Nachmittag, um die Wartezeiten in der Hochsaison zu verkürzen. Die Elfen sind übrigens super nett und helfen, die Wartezeit für Kinder kurzweilig zu gestalten.

Hauptpostamt des Weihnachtsmanns am Polarkreis

Vera schreibt Weihnachtskarten an die Familie
Übrigens laufen auch Briefe an Santa aus aller Welt im Office zusammen – ebenso, wie alle Welt vom Post Office aus Briefe und Karten verschickt, wir natürlich auch

Das offizielle Santa Claus Main Post Office ist eine historische Hütte aus den 1950ern und heute eine der zentralen Attraktionen. Der Clou: Jährlich kommen hier rund eine halbe Million Briefe aus über 190 Ländern an – echte Weihnachtspost von Kindern aus der ganzen Welt, die von den Elfen sortiert wird.

Du kannst hier Postkarten und Briefe mit dem speziellen Polarkreis-Stempel versenden. Besonders cool: Beim Frankieren wählst du, ob die Post sofort oder pünktlich zur nächsten Weihnachtszeit verschickt wird. Eine Karte, die dann im Dezember mit Arctic Circle Stempel ankommt – das ist etwas Besonderes für Familie und Freunde zu Hause.

Infoschild, dass Karten in dem Briefkasten im Dezember zugestellt werden
Unsere Karten aus Herbst 2025 kamen in der ersten Dezemberwoche an – also perfekt zur Adventszeit!
Auswahl der Briefmarken
Es gibt natürlich auch spezielle Briefmarken aus dem Village in verschiedenen Preisklassen (unabhängig vom Ziel)

Polarkreislinie überqueren & Zertifikat

Die weiße Polarkreislinie verläuft quer über den Hauptplatz des Dorfs und ist am Boden deutlich markiert, wie du auf dem Bild weiter oben im Text sehen konntest. Der nördliche Polarkreis (66°33’ Nord) markiert die Grenze des Gebiets, in dem Mitternachtssonne und Polarnacht auftreten – du stehst also wortwörtlich an einem magischen Ort der Erde.

Die Überquerung ist kostenlos, und fast jeder Besucher macht hier ein Erinnerungsfoto. Im Tourist Info Center oder in den Shops kannst du ein offizielles Zertifikat der Polarkreis-Überquerung erwerben – ein nettes Souvenir für daheim.

Tipp: Ein Foto bei Dämmerung oder unter Polarlichtern ist besonders stimmungsvoll. Schütze deine Kamera vorab gegen die Kälte!

Polarlichter
Es ist übrigens nicht zwingend nötig, teure Polarlicht-Touren vor Ort zu buchen. Zwischen Oktober und März sind die Chancen auch so sehr gut – je später im Jahr, desto besser.

Snowman World & andere Winterattraktionen

Snowman World ist ein saisonaler Winterpark mit Schneerutschen, Eisbar, Schneelabyrinth, Schlittschuhlaufen und beeindruckenden Eisskulpturen. Der Eintritt ist kostenpflichtig, und in der Hochsaison (Dezember bis März) solltest du Tickets besser vorab online buchen.

Was dich erwartet:

  • Große Schneerutschen für Kinder und Erwachsene

  • Eisbar mit warmen und kalten Getränken

  • Eisskulpturen-Ausstellung

  • Schneelabyrinth zum Erkunden

Snowman World lohnt sich besonders für Familien mit Kindern zwischen 4 und 12 Jahren. Denk an warme Kleidung und eventuell Helm oder Skibrille für die Kleinen!

Tierische Begegnungen: Rentiere, Huskys & mehr

Im und um das Weihnachtsdorf gibt es kleine Rentiergehege und Husky-Parks, teils mit kurzen Schlittenrunden. Der Besuch der Tierbereiche kostet meist Eintritt, und Schlittenfahrten werden separat gebucht. Je nach Anbieter triffst du auch Alpakas, Ponys, Ziegen oder Esel – die Three Elves haben nämlich tierische Unterstützung.

Wichtig: Geh rücksichtsvoll mit den Tieren um, keine Selbstfütterung ohne Anleitung, und nutze nur die offiziellen Routen. Für längere Husky Safaris oder Rentierschlittenfahrten gibt es größere Farmen in der Umgebung von Rovaniemi.

Wir persönlich haben keine der Attraktionen genutzt, da man ca. zwei Stunden entfernt vom Weihnachtsmanndorf Rentiere in freier Wildbahn sehen kann. Das hat all die Jahre bisher sehr zuverlässig geklappt.

Winteraktivitäten rund um das Weihnachtsdorf

Das Weihnachtsdorf ist der ideale Ausgangspunkt für typische Lappland-Winterabenteuer. Die Liste der Aktivitäten ist lang, und fast alles davon schreit förmlich nach Winterwunderland-Erlebnis.

Die wichtigsten Aktivitäten im Überblick:

  • Husky-Schlittenfahrten

  • Rentierschlittenfahrten

  • Schneemobiltouren

  • Schneeschuhwanderungen

  • Nordlichter-Safaris

Die meisten Anbieter sind zwischen Dezember und März aktiv, je nach Schneelage auch früher und länger. Geführte Touren beinhalten oft Transfer, warme Overalls, Stiefel und Sicherheitsausrüstung. In der Hauptsaison solltest du Aktivitäten rechtzeitig reservieren – besonders rund um Weihnachten und Neujahr sind die Plätze schnell weg.

Husky-Safaris

Eine Husky-Safari ist für viele das absolute Highlight in Lappland. Nach einer kurzen Einführung lernst du die Hunde kennen, bekommst eine Einweisung und dann geht’s los – durch verschneite Wälder und über zugefrorene Seen.

Was du wissen solltest:

  • Kurze Schnuppertouren (2-3 km) bis lange Ausflüge (1-3 Stunden)

  • Preis: zweistellige bis niedrige dreistellige Eurobeträge pro Person

  • Plätze sind begrenzt – früh buchen!

  • Kinder meist nur als Passagiere, Erwachsene dürfen selbst fahren

Eine Husky Farm in der Nähe bietet oft intensivere Erlebnisse als die kurzen Runden im Dorf selbst.

Rentierschlittenfahrten

Im Gegensatz zur actionreichen Husky-Tour ist eine Rentierschlittenfahrt eher ruhig und beschaulich. Perfekt für Familien mit kleinen Kindern oder ältere Besucher, die das gemächliche Tempo genießen.

Rentiere sind die traditionellen Nutztiere der Sami, und bei vielen Touren bekommst du kurze Einblicke in ihre kulturelle Bedeutung. Oft werden die Fahrten mit Geschichten am Lagerfeuer, warmem Beerensaft oder Kaffee kombiniert.

Tipp: Früh buchen und warm anziehen! Im Schlitten sitzt du lange und bist kaum in Bewegung – da wird’s schnell kalt.

Schneemobiltouren & Nordlichter-Exkursionen

Schneemobilfahren ist der actionreiche Kontrast zu den besinnlichen Rentierfahrten. Wichtig: Für das Fahren eines Schneemobils brauchst du in Finnland einen gültigen Pkw-Führerschein (Original mitbringen!). Für Kinder gibt es oft Mini-Schneemobile oder eigene Strecken in eingegrenzten Arealen.

Nordlichter-Touren führen dich abends oder nachts raus in die dunkle Umgebung – per Minibus, Schneemobil oder Schlitten. Die Guides kennen die besten Spots, geben Fototipps und versorgen dich mit Heißgetränken, während du auf die Polarlichter wartest.

Nordlichter-Saison: Ende August bis Anfang April. Die besten Chancen hast du bei klarem, dunklem Himmel und abseits von Stadtlicht.

Unterkünfte im finnischen Weihnachtsdorf & in Rovaniemi

Die Auswahl an Unterkünften reicht von einfachen Holzcottages direkt im Dorf bis zu luxuriösen Glasiglus mit Polarlichter-Garantie. Du kannst zwischen Übernachtung im Santa Claus Village selbst und Hotels im Zentrum von Rovaniemi (etwa 10-15 Minuten entfernt) wählen.

Typische Optionen im Überblick:

Unterkunftsart

Lage

Besonderheiten

Holzhütten (Classic Cottage)

im Dorf

Sauna, Küchenzeile, familienfreundlich

Glasiglus

außerhalb

Panoramadach für Polarlichter

Hotels

Rovaniemi Stadt

Gute Infrastruktur, günstiger

Wildnis-Lodges

Umgebung

Ruhe, Natur, exklusiv

Wichtig: In der Weihnachts- und Neujahrssaison solltest du mehrere Monate im Voraus buchen. Die beliebten Unterkünfte sind schnell weg!

Übernachten direkt im Weihnachtsdorf

Direkt im Dorf zu übernachten hat klare Vorteile: kurze Wege zum Weihnachtsmann Büro, zur Polarkreislinie und zu allen Aktivitäten. Besonders mit Kindern ist das super praktisch.

Was dich erwartet:

  • Feriencottages und Apartments

  • Viele mit privater Sauna

  • Abends wird’s ruhig, wenn die Tagesgäste weg sind

  • Parkplätze meist direkt an den Unterkünften

Ein bis zwei Nächte im Dorf sind ideal, wenn du das volle Weihnachtsgefühl erleben möchtest. Die Atmosphäre am Abend, wenn alles ruhiger wird, ist etwas ganz Besonderes.

Hotels & Lodges in und um Rovaniemi

Rovaniemi als Hauptstadt Lapplands bietet eine gute Auswahl an Hotels, Hostels und Apartments. Die Vorteile: bessere Infrastruktur mit Supermärkten, Restaurants und Sehenswürdigkeiten wie dem Arktikum-Museum oder dem Kulturzentrum Korundi. Die Busanbindung zum Weihnachtsdorf ist gut.

Für Polarlichter-Fans gibt es Glasiglu-Resorts außerhalb der Stadt in ruhigerer Lage. Das Preisniveau in Lappland ist im Winter generell etwas höher – frühzeitige Buchung und Nebensaisontermine können Kosten senken.

Empfehlung: Kombiniere 1-2 Nächte im Dorf mit weiteren Nächten in Rovaniemi oder einem Wildnis-Resort für ein rundes Erlebnis.

Praktische Tipps für deinen Besuch im „Finnland Weihnachtsdorf”

Eine gute Vorbereitung ist das halbe Winterabenteuer. Hier geht’s um die wichtigsten Einstellungen für deine Reise: Kleidung, Budget, Tagesplanung und Sicherheit.

Temperaturen im Winter: Rechne mit -5 bis -25°C, in extremen Fällen auch darunter. Der Windchill kann sich nochmal deutlich kälter anfühlen!

Die perfekte Kleidung (Zwiebellook):

  • Merinounterwäsche als Basis

  • Fleece oder Wolle als Mittelschicht

  • Daunen- oder Skijacke außen

  • Skihose (wasserdicht und warm)

  • Mütze, Schal, wasserdichte Handschuhe

  • Winterstiefel (1-2 Nummern größer für dicke Socken)

Extra-Tipps:

  • Powerbank warm halten (Kälte killt Akkus)

  • Kamera und Smartphone körpernah tragen

  • Sonnenbrille bei hellen Schneetagen

  • Lippenbalsam und Handwärmer nicht vergessen

Beste Reisezeit für das finnische Weihnachtsdorf

Dezember: Die klassischste Zeit mit maximaler Weihnachtsstimmung. Sehr kurze Tage, hohe Preise, volle Buchungen – aber der Zauber ist unschlagbar.

Januar bis März: Weiterhin tief winterlich mit oft stabilerem Schnee. Mehr Tageslicht, etwas weniger Andrang als zur Adventszeit, gute Polarlichter-Chancen.

Herbst (September/Oktober): Mischung aus Herbstfarben, ersten Schneefällen und Nordlichtern. Weniger klassische Weihnachtskulisse, aber ruhiger. Das Wetter ist meist kalt genug, dass das Feeling trotzdem stimmt.

Sommer (Juni-August): Mitternachtssonne, grünes Lappland, trotzdem Weihnachtsdeko und Santa-Besuch möglich. Skurril, aber spannend für alle, die etwas Besonderes suchen. Achtung: Es kann sehr heiß werden! Wir hatten bei unserem ersten Besuch 35 Grad.

Entscheide dich bewusst je nach Priorität: Weihnachtsfeeling, Ruhe oder Polarlichtchancen – jede Jahreszeit hat ihren Reiz. Reist du außerhalb der klassischen Weihnachtssaison, musst du nur damit rechnen, dass nicht alles geöffnet hat und die Öffnungszeiten gegebenenfalls verkürzt sind.

Kosten, Öffnungszeiten & Buchung

Der Eintritt ins Santa Claus Village ist gratis, viele Attraktionen jedoch kostenpflichtig. Das Treffen mit Santa bleibt ohne Eintrittsgebühr, aber Medienpakete (Fotos, Videos) kosten extra.

Öffnungszeiten: Variieren je nach Monat – kürzer im Frühjahr und Herbst, länger im Dezember. Check die offizielle Website vor deinem Besuch via visit Rovaniemi oder santaclausvillage.info.

Budget-Planung:

  • Aktivitäten wie Husky- oder Rentierfahrten: zweistellige bis dreistellige Eurobeträge

  • Souvenirs (Mützen, Kuscheltiere, Magnete): variiert, ab 5 Euro kannst du schöne Souvenirs erstehen

  • Essen und Getränke: skandinavisches Preisniveau, tatsächlich für solch eine Touristenecke in Ordnung. Im Vergleich zum ersten Besuch allerdings deutlich teurer geworden (2022 zu 2025).

Tipp: Plane dein Tagesbudget vorab, buche zentrale Aktivitäten online, und lass dir etwas Spielraum für spontane Extras. Reist du mit dem Camper, dann nimm dir Vorräte an „normaler Verpflegung“ mit. Es gibt zwar einen Supermarkt vor Ort, der hat aber Campingplatz-mäßig ordentlich gepfefferte Preise.

Mit Kindern im Weihnachtsdorf unterwegs

Das Dorf ist sehr kinderfreundlich: kurze Wege, viele Familienangebote, und die Magie funktioniert für die Kleinen besonders gut. Allerdings kann Schnee Kinderwagen-Schieben erschweren – ein Schlitten ist oft praktischer.

Praktische Infos:

  • Wickelräume und Toiletten vorhanden

  • Warme Indoorbereiche (Cafés, Shops) als Aufwärmstationen

  • Wartezeiten mit Snacks und warmen Getränken überbrücken

Empfehlung: Plane den Tag um den Besuch beim Weihnachtsmann und wähle Aktivitäten altersgerecht aus. Eine kurze Rentierschlittenfahrt ist für kleine Kinder besser als eine lange Schneemobiltour.

Fazit: Lohnt sich das Weihnachtsdorf in Finnland?

Kurze Antwort: Ja, absolut. Das Weihnachtsdorf in Finnland ist trotz seiner touristischen Ausrichtung ein magisches Erlebnis – besonders für Familien und alles, was ein Herz für Weihnachten hat. Klar, es ist kein Geheimtipp mehr, und ja, es ist kommerziell. Aber die Magie funktioniert trotzdem, vor allem wenn du die Augen deiner Kinder beim Treffen mit dem echten Weihnachtsmann siehst.

Plane mindestens einen halben Tag, besser einen ganzen Tag für das Weihnachtsdorf ein. Mit Aktivitäten wie Husky Safaris oder einer Rentierfarm in der Nähe kannst du locker zwei Tage füllen. Dazu noch etwas Zeit für Rovaniemi selbst – und du hast ein rundes Lappland-Erlebnis.

Die Stärken liegen auf der Hand: das einmalige Santa-Erlebnis, die Polarkreislinie, die Chance auf Polarlichter und diese unvergleichliche Winterwunderland-Atmosphäre. Pack die Winterjacke ein, buche frühzeitig Flüge und Unterkünfte, und erlebe deinen eigenen Weihnachtstraum am Polarkreis!

Das Bild zeigt das Logo vom Santa Claus Office

Häufig gestellte Fragen zum Weihnachtsdorf in Finnland

Wie viel Zeit sollte man für das Santa Claus Village einplanen?

Für einen entspannten Besuch mit Santa-Treffen, Postamt, Polarkreis-Überquerung und gemütlichem Bummel durch Shops und Cafés solltest du mindestens einen halben Tag einplanen. Willst du noch Husky Safaris, Rentierschlittenfahrten oder Snowman World dazupacken, plane eher einen ganzen Tag oder sogar zwei Tage ein. Mit kleineren Kindern lohnt es sich, den Besuch in Blöcke aufzuteilen – Vormittag und kurzer Nachmittagsbesuch nach einer Pause.

Ist das Weihnachtsdorf auch ohne Kinder einen Besuch wert?

Definitiv! Das Dorf richtet sich zwar stark an Familien, aber Paare, Freundesgruppen und Alleinreisende finden hier genauso ihren Spaß. Die Atmosphäre, die Fotomotive und vor allem Aktivitäten wie Polarlichter-Touren, Schneemobilfahrten und Husky Safaris sind auch ohne Kinder ein echtes Highlight. Kombiniere den Besuch mit dem Arktikum-Museum in Rovaniemi oder einer Wildnislodge für ein rundes Lappland-Erlebnis.

Was kostet ein Besuch im finnischen Weihnachtsdorf ungefähr?

Der Zugang zum Dorf und das Treffen mit Santa sind kostenlos. Ins Gewicht fallen aber Medienpakete (Fotos/Videos), Aktivitäten, Essen und Souvenirs. Kurze Husky- oder Rentierfahrten kosten typischerweise zweistellige Beträge, umfangreichere Touren oder Glasiglu-Nächte können dreistellig werden. Kalkuliere ein Tagesbudget pro Person inklusive Verpflegung und kleiner Einkäufe – und halte dir eine Reserve für spontane Extras frei.

Welche Sprache spricht der Weihnachtsmann in Rovaniemi?

Der Weihnachtsmann spricht meist Englisch, kann aber oft auch ein paar Worte Deutsch und andere Sprachen. Die Elfen fragen vorher oft nach der bevorzugten Sprache und passen das Gespräch entsprechend an. Wenn du mit Kindern kommst, übe vorher ein paar einfache Fragen oder Wünsche auf Englisch oder Deutsch – dann wird der Moment beim Santa Claus Office entspannt und unvergesslich.

Kann man im Sommer oder Herbst ebenfalls ins Weihnachtsdorf fahren?

Ja, das Santa Claus Village ist das ganze Jahr geöffnet. Im Sommer erlebst du eine „magisch-skurrile” Atmosphäre mit Mitternachtssonne und grüner Landschaft – Weihnachtsbäume bei Sonnenschein! Im Herbst warten erste Schneeflocken und gute Chancen auf Nordlichter. Erwarte keine dichte Schneelandschaft wie im Winter, genieße dafür aber mildere Temperaturen, weniger Andrang und andere Outdoor-Aktivitäten. Die Daten für Öffnungszeiten findest du auf der offiziellen Website – Cookies und IP Adresse werden dort wie üblich von Drittanbietern verarbeitet, also schau dir die Werbung- und Datenschutz-Einstellungen an.

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