Um Autark zu sein ist Strom bei vielen ein wichtiger faktor

1. Warum eine Powerstation im Wohnmobil?

In der heutigen Zeit werden immer mehr technische Geräte mit auf Reisen genommen.

Um möglichst flexibel zu sein und um nicht die Aufbaubatterie des Fahrzeugs zu belasten, setzen viele heute auf eine mobile Stromversorgung.

Um hier die Vielzahl der Geräte laden zu können, setzen die Hersteller der Powerstations auf die gängigsten Anschlüsse wie USB, 12 V (Zigarettenanzünder-Anschluss) und natürlich die 230 V Haushaltssteckdosen, um beim Camping möglichst alles betreiben zu können.

Viele Geräte bieten zusätzlich Anschlüsse wie USB Type c, und ggf. auch einen DC Anschluss.

Im Grunde sprechen wir bei einer Powerstation von einer übergroßen Powerbank, in der bereits ein Batteriemanagement und ein Wechselrichter verbaut sind.

In Kombination mit einem Solarpanel verfüge ich je nach Größe der Powerstation über eine unabhängige Stromversorgung, welche auch bei einem Stromausfall als Notlösung zur Hilfe gezogen werden könnte.

2. Welche Vorteile bietet eine Powerstation?

Eine Powerstation ist flexibel einsetzbar und mobil

Die Vorteile liegen auf der Hand, sei es beim Selbstausbau oder beim fertigen Wohnmobil. Bereits während dem Ausbau kann ich die Powerstation nutzen, um beispielsweise die Werkzeuge zu betreiben.

Von der Bohrmaschine über die Stichsäge oder auch größere Geräte, je nach Modell lassen sich kurzzeitig bis zu 3000W und mehr verbrauchen. Klar, es ist keine Dauerlösung für einen Haushalt. Aber um kurzzeitig wichtige Dinge zu betreiben oder im Haushalt bis zu einer „normalen“ Lösung zu überbrücken, ist eine Powerstation ein guter Partner.

In unseren Tests konnten wir ohne Probleme mit einem 2000W Staubsauger den Camper aussaugen und mit einer Bohrmaschine ein Loch in ein Stück Edelstahl bohren und haben nicht nennenswert an Kapazität verloren.

3. Welche Vorteile haben wir Camper?

Zum einen haben wir alle Anschlüsse in einer Powerbank, die wir normalerweise so benötigen. Sei es USB, USB Type C, ein Zigarettenanzünder-Anschluss oder auch die 230 V Schuko Steckdose.

Die meisten Geräte lassen sich heute via USB laden und bis auf ein, zwei ältere Geräte nutzen heute schon viele neuere Geräte den USB-C-Standard. Da USB-C mehr Leistung hat, können sogar manche Notebooks darüber geladen werden.

Wir selbst nutzen eine Ecoflow Delta MAX, welche wir von Plug in Festivals erworben haben (keine Kooperation und keine Werbung) in Verbindung mit einem 120 W Solarpanel womit wir, wenn wir länger, stehen die Powerstation autark mit Strom versorgen.

Über das integrierte Display kann man genau sehen, wie viel Watt gerade geladen oder verbraucht werden. Ich kann bei gutem Wetter mein Gaming Notebook mit einem (maximal) 180 Watt-Netzteil komplett über Solarstrom nutzen. Im „einfachen“ Arbeitsbetrieb (keine anspruchsvollen Grafikanwendungen) zieht das Notebook ca. 50-80 Watt.

Dank der USB-Anschlüsse können wir unsere Handys, unseren mobilen Router (und mittlerweile sogar Starlink), die Laptops und auch hin und wieder den 12 V-Staubsauger betreiben.

Selbst wenn man nur im normalen Camping „Betrieb“ ist und keine Computer via 230 V Anschluss laden muss, lohnt sich also eine Powerstation, um die grundsätzliche Stromversorgung im Wohnmobil sicherzustellen.

Ein weiterer Vorteil ist, dass man nicht ausschließlich an den Camper gebunden ist und so die Powerstationen auch im Haushalt nutzen kann. Ob als Notstrom, falls mal der Strom ausfällt oder um beim Grillabend den Kühlschrank zu betreiben.

Das Aufladen dieser Powerstations ist ebenfalls einfach und über mehrere Arten möglich. Hier bieten sich das Laden via Solarpanel, 12 V Zigarettenanzünder im Fahrzeug oder auch 230 V Steckdose an. Natürlich ist das Laden via 230 V am schnellsten, aber je nach Ladegeschwindigkeit auch nicht unbedingt gut für die Lebensdauer des Akkus.

4. Wie funktioniert eine Powerstation?

Im Grunde funktioniert die Powerstation ähnlich wie der Aufbau im Camper selbst, nur kompakt und mobil (und ohne Lichtmaschine).

Eine Batterie in Kombination mit einem Ladegerät, einem Batteriemanagement und einem Wechselrichter sorgen hier für die nötige Performance.

Bei den aktuellen Geräten ist meist eine Lithium-Batterie verbaut, welche nicht alleine des Gewichts wegen einer klassischen NiMH Batterie gegenüber im Vorteil ist. Ein Lithium-Ionen-Akku kann höhere Ströme beim Laden und Entladen nutzen und hat auch eine längere Lebensdauer, da hier mehr Ladezyklen möglich sind als bei herkömmlichen Akkus.

Aber auch bei der Lithium-Batterie gibt es Nachteile. Hier ist die Temperatur ein ausschlaggebender Faktor.

Beim Powerstation-Test vor unserem Kauf hat sich gezeigt, dass die Geräte einen schnellen Überblick über die Funktionen geben und die einzelnen Stromversorgungen wie USB A, 12 Volt oder auch der Wechselrichter für den Betrieb der 230 V Steckdosen einfach und intuitiv zu bedienen sind.

Auch das Nutzen als Solar-Powerstation für die mobile Stromversorgung ist einfach und bedarf wenig Arbeit, in unserem Fall wird das Solarpanel mit der jeweiligen Powerstation verbunden und der interne Solarladeregler nimmt seine Arbeit auf und lädt die Powerstation.

In Situationen wo man keine Sonne hat lohnt es sich, die Powerstation während der Fahrt via 12 Volt zu laden. Wir nutzen diese Möglichkeit an langen Fahrtagen oder wenn es durch Regenwetter nicht möglich ist, über Solar zu laden. Bisher sind wir immer mit 12 Volt oder Solarpanel zurechtgekommen und wir versuchen, die Box nie leerzumachen. Der Lithium-Ionen-Akku fühlt sich laut Hersteller bei ca. 80% Kapazität am wohlsten.

5. Fazit: Lohnt sich die Investition in eine Powerstation?

Da wir von unterwegs aus arbeiten, einen kleinen Handstaubsauger für unseren Camper haben und auch mal das Handy und Kamera Akkus regelmäßig laden möchten, lohnt sich die Powerstation für uns allemal. Mein älterer Laptop braucht an schlechten Tagen eine durchgängige Stromversorgung, da ist es so schon einfacher. 

Natürlich kann man auch mit einem einfachen Wechselrichter arbeiten, daran kann man aber meistens nur ein Objekt zum Laden anschließen. Das solltest Du auf jeden Fall berücksichtigen, wenn Du den Kauf einer Powerstation oder eines Wechselrichters in Betracht ziehst

Auch sind die einfachen Wechselrichter meist sehr in ihrer Leistung eingeschränkt und damit für anspruchsvollere Geräte ungeeignet.

 

 

Wer keinerlei Geräte außer dem Handy betreibt, der wird auch keine Powerstation brauchen. Der Kauf von Powerstations in Verbindung mit einem Solarpanel macht absolut Sinn. Bei uns läuft der „ernsthafte“ Test jetzt ein halbes Jahr (09/22) und wir sind begeistert von der Flexibilität. Und nutzen alle Vorteile einer Powerstation voll aus. 

 

6. Worauf solltest du achten?

 

 

Beim Kauf solltest Du in Online-Shops allerdings aufpassen, in letzter Zeit ist ein größeres Solarpanel eher schwierig zu bekommen. Solar boomt und entsprechend ist alles ständig ausverkauft. Unser Solarpanel hat 120 W und reicht uns aktuell für das, was wir tun, vollkommen aus. Auch lohnt sich der Vergleich mehrerer Produkte in verschiedenen Online-Shops: Wir haben stellenweise Unterschiede von 200 Euro gesehen, als wir unsere Sachen bestellt haben.

 

 

Für mehr Informationen kannst Du auch jederzeit die Online-Shops anfragen, mehrere Powerstationen-Modelle einem Vergleich unterziehen oder Dich generell auf dem Markt umschauen. Es gibt bei YouTube auch zahlreiche Videos über Powerstationen-Tests und das Zubehör für Wohnmobil & Co. Die Modelle variieren im Preis und Zubehör, nicht alle sind von der Kapazität als Camping Powerstation geeignet. Infos findest Du meist auf der jeweiligen Website.

 

 

Natürlich kannst Du auch uns jederzeit anschreiben, wenn Du Fragen hast.

 

 

Wir möchten jedenfalls unsere Powerstation und das Solarpanel im Wohnmobil nicht mehr missen!